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"Eine
Reise von Tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt"
(Daodejing)
Aus
der Stille entsteht Bewegung oder umgekehrt: jede Bewegung
entsteht aus der Stille, sei es im Liegen, Sitzen oder Stehen. Ohne
Bewegung wird der Mensch krank. Der Erzählung nach saß der
in-
dische Mönch Bodhidharma (chinesisch Da Mo, japanisch Daruma,
nach seiner erfolglosen Begegnung mit dem Kaiser Wudi 9 Jahre in
einer Höhle in der Nähe vom Shaolin Kloster und meditierte mit
dem
Gesicht zur Wand. Ihm sollen die Beine wegen des langen Sitzens
abgestorben und abgefallen sein. Daraufhin soll er - oder die Mönche
- Übungen in Bewegung entwickelt haben, um den Körper zu stärken
und ihn gelenkig und widerstandsfähig werden zu lassen, um so mit
den Übungsmethoden alles Unerwünschte an Leib, Seele und Leben
fernzuhalten. Bewegung und Stille, Gehen und Ruhepausen werden
wohl eine tägliche Übung für die Menschen seit Beginn der
mensch-
lichen
Evolution gewe-sen sein. "Yu der Grosse" oder Tayu, der my-
thologische Begründer der Xia Zeit (2205-1766 v.u.Z.), soll den "Tanz
der Schamanen" durch seinen eigenen, eigen-willigen Gang inspiriert
haben. Die "Gehschritte des Yu" (Abb. 6) wurden seitdem (als
gehei-
mer Tanz bis zum heutigen Tag) von Schamanen und später von Dao-
isten als Medium zur Kontaktaufnahme zur geistigen, anderen Welt
getanzt, um so in den Himmel zu fliegen oder in die Unterwelt zu rei-
sen(Eva Wong "Taoism" Shambhala und Isabelle Robinet "Taoist
Meditation and Longevity Techniques, Herausgeberin Livia Kohn,
Center für Chinese Studies, The University of Michigan), Alte scha-
manistische Tänze wurden häufig in einer Art langsamen Gehens
kreisförmig im Uhrzeigersinn ausgeführt. Es heißt, wenn
man im
Uhrzeigersinn, im diamantenen Kreis oder in der Swastika-Form
übt, gelingen einem die "unmöglichsten Dinge", die
10.000 Dinge
auf Erden und im Himmel.
"So
wie Sie gehen, so geht es Ihnen" (Michel Bouteville). Dieser
Ausspruch kann gut auf Guolin Qigong zutreffen, das in den sech-
ziger Jahren von der Künstlerin und späteren Qigong-Meisterin
Frau Guolin als Krebstherapie entwickelt wurde. Sie hatte Uterus-
krebs und war nach 6 erfolglosen Operationen von den Ärzten als
hoffnungslos aufgegeben worden.Als Kind hatte sie bereits von
ihrem Großvater verschiedene Qigong-Übungen, auch Geh-Übun-
gen, gelernt,die sie miteinander kombinierte.Sie nannte ihre "neuen"
Qigong-Übungen "Natürliches Gehen mit Windatmen".
Sie heilte
ihren Krebs und half nach ihrer Genesung vielen Krebs-,chronisch
und Schwerkranken, sich ebenfalls mit dieser Qigong-Form erfolg-
reich zu therapieren. Das Qigong-Gehennach Frau Dr. Guolin wurde
in ganz China berühmt und als wirksame Therapie-Methode offiziell
von den Ärzten und der Regierung anerkannt. Ein natürliches
Gehen
mit einer speziellen"Windatmung" bildet die Grundlage. Das Atmen
sollte jedoch nicht nur äußerlich stattfinden, sondern gehören
spe-
zielle Handhaltungen für Krebskranke, bei unterschiedlichen Organ-
Krankheiten, Bluthochdruck oder niedrigem Blutdruck, ferner die
Ausrichtung zu den Organ-entsprechenden Himmelsrichtungen.
Das "Neue Guoling Qigong" kann von jedem erlernt werden, der/
die kräftig genug ist, selber zu gehen. Klinische Beobachtungen in
China haben ergeben, dass Patienten erstaunliche Erfolge im Hei-
lungs-prozess
ihrer Krankheiten hatten. Ihr Körper wurde wieder
stark, sie bekamen guten Appetit, schliefen besser, das Blutbild
stabilisierte sich, der Schmerz verschwand, die Patienten bekamen
wieder Selbstvertrauen und Hoffnung, was eine positive Wirkung
auf ihre Heilung hatte.
Frau Guolin nannte 3 Kriterien als ihre Lehrer: Rundheit, Weichheit
und Weite. Das ist sowohl körperlich in den Bewegungen zu verste-
hen als auch geistig-emotional. Wichtig ist, dass Krebskranke eine
harmonischere, stillere, entspanntere Gemüts-verfassung bekommen,
in der Seele, Bewusstsein, Herz-Geist eins werden mit der Natur und
dem großen Kosmos. Einfach ausgedrückt heißt es: das
Bedürfnis
nach Kontrolle und Perfektion loslassen, nicht mehr über alles ärgern,
"Fünfe grade sein lassen", den Lebens-Rhythmus um 1 - 2
Gänge zu-
rückschalten, gelassener werden und die Krankheit nicht als Strafe,
sondern als Chance zum Leben betrachten.
Hilfe
kommt auch immer aus der "geistigen Welt", wenn man darum
bittet. Hier eine einfache Übung zur Krebsprophylaxe oder -Heilung:
Eine Fläche von 30 Quadratmetern wird mit Blättern ausgelegt.
Der
Patient oder diePatientin tritt (täglich) in die Mitte und ruft 500
Arhats
(buddhistische Heilige auf der höchsten Stufe) aus 10 Richtungen
und die Himmels- und Erdmächte, um ihm oder ihr zu helfen. Bei 50-
60 % der Patienten, mit denen Meister Li Zhi Chang, lange Akupunk-
tur-Arzt und Heiler an einem Pekinger Krankenhaus, ging der Krebs
weg, in Peking gearbeitet hatte, ging der Krebs weg.
Organ-stärkendes Gehen
(nach Prof. Cong Yongchun und dem Chan Mi Gong-Meister Wang Yu)
basiert auf dem Guolin Qigong. Durch spezielle Handhaltungen und
Fußbewegungen werden gezielt Organe angesprochen (Yin-Organe
Herz, Niere, Milz, Leber und Lunge und damit auch die Yang-Organe
Dünndarm, Blase, Magen, Gallenblase und Dickdarm). Momentan
unterrichte ich diese Gehform nur in Qigong-Ausbildungen. Ich empfehle
Ihnen/dir hierzu mein Buch:"Qigong nach den Fünf Elementen", Verlag
Gräfe und Unzer
Petra Hinterthür unterrichtet seit 1997
das Organ-stärkende Gehen
und seit 1999 Guolin Qigong. Ihr Lehrer war Herr Liu Shufa in Beijing, der
nach seiner Krebs-OP im Purple Garden Park in Peking/Beijing begann das
Guolin Qigong zu praktizieren und an andere Krebskranke weiter zu geben.
Er ist jetzt vom Krebs geheilt. Mein weiterer Lehrer war Herr Li Ping, ehemaliger
Präsident der Guolin Qigong Vereinigung China.
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